WarenkundeEdle Geschenke zu Ostern: Handgearbeitete Ostereier

Für die Christen ist das Osterfest die höchste christliche Festlichkeit im Jahr, denn an diesem Tag wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Im Laufe der Jahre sind viele Osterbräuche rund um das Osterfest entstanden. 

Verschiedene Techniken, wie die Wachsmaltechnik oder die Kratztechnik lassen wundervolle Muster und Ornamente in liebevoller Handarbeit entstehen. Jedes Osterei ist ein echtes Unikat. Lange Erfahrung, viel Geduld und Fingerfertigkeit sind nötig, um solch sorbische Ostereier zu kreieren. Jeder weiß, wie zerbrechlich ein Hühnerei oder ein Gänseei ist. Um die Schale dann auch noch mit verschiedenen Techniken zu gestalten, ist viel Feingefühl erforderlich.

Ostereier schenken: Ein Brauch mit langer Tradition

Ostern ohne bunt gefärbte Ostereier kann sich wohl kaum einer vorstellen. Doch woher kommt eigentlich das Brauchtum? In der Symbolik gilt das Osterei als Zeichen neuen Lebens. Es steht für die Wiedergeburt und bei den Christen für die Auferstehung zu neuem Leben. Im Mittelalter wurden Ostereier verschenkt und auf Äcker ausgebracht. Dies sollte die Ernste vor Unwetter schützen und gleichzeitig für einen reichen Ertrag sorgen. Das Färben der Eier gewann erst später an Bedeutung. Das goldene Ei war hauptsächlich in Osteuropa verbreitet, während rotgefärbte Eier in west- und Mitteleuropa üblich waren. So schenkten sich verliebte Pärchen rote Ostereier. Patenkinder erhielten jeweils drei Ostereier, die symbolisch für Vater, Mutter und Kind stehen bzw. für Feuer, Wasser und Luft.

Verschiedene Techniken: So entstehen sorbische Ostereier

Die Ostereierdekoration ist eine jahrhundertalte Tradition. Durch verschieden Techniken entstehen kunstvolle Ostereier, die jeden Anlass zum Staunen geben. Egal, für welche Technik man sich entscheidet. Grundlage für diese handgefertigten Ostereier, sind echte, ausgeblasene Hühner-, Enten-, Wachtel-, Straußen-, oder Gänseeier. Zum Verziehen der Ostereier werden gemäß Tradition Gänsefedern, Stecknadeln und Wachs benötigt.

Wachstechnik

Die Wachstechnik ist bei Ostereiern sehr beliebt. Dabei werden die Ostereier mit Wachs verziert und gefärbt. Anschließend wird das Wachs wieder abgeschmolzen. Dieser Vorgang kann immer und immer wieder wiederholt werden, wodurch einzigartige Muster mit einer enormen Farbenpracht entstehen. Diese Methode klingt zunächst einfach. Doch je aufwendiger und filigraner die Muster sind, desto mehr Geschick und Fingerspitzengefühl sind erforderlich. Diese Sorte nennt sich Wachsbatik und führen wir nur wenige im Laden.

Bossiertechnik

Bei der Bossiertechnik wird heißes Wachs in unterschiedlichen Farben mit einer Stecknadel oder einer Feder auf das ausgeblasene Osterei gebracht. Eine schnelle Arbeitsweise ist hierbei erforderlich, da das Wachs sonst schnell zu hart wird und nicht mehr verarbeitet werden kann. Bei der Bossiertechnik verbleibt das Wachs auf dem Ei.

Kratztechnik

Fingerfertigkeit, viel Geduld und Erfahrung sind für die Kratztechnik der sorbischen Ostereier erforderlich. Zunächst werden weiße Eier mit einer schönen dunklen Farbe gefärbt. Beliebt sind Rot-, Blau- und Grüntöne. Anschließend werden die Muster und Ornamente mit in das Ei gekratzt. Sind die Muster sehr aufwendig werden für ein sorbisches Osterei gut und gerne schon mal mehrere Stunden bis zur Fertigstellung benötigt.

Die Symbole und Muster der traditionell gefertigten Ostereier

Symmetrische Muster, die harmonisch wirken, schmücken solch aufwendig in Handarbeit bemalte Ostereier. Doch was sagen die Muster aus? Haben Sie eine tiefere Bedeutung?
Dreiecke kommen in verschiedenen Anordnungen immer wieder bei der Verzierung der Ostereier zum Einsatz. Je nach Gestaltung stehen die Dreiecke für Frühling, Fleiß. Aber stehen auch für Wolfszähne, die symbolisch vor dem Bösen schützen sollen. Für die Dreiecke wird eine angeschnittene Gänsefeder verwendet.
Auch Punkte und Kreise sind häufig auf sorbischen Ostereiern anzutreffen. Sind drei Punkte zusammenhängend angeordnet, so sind sie Symbol der Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Für die Punkte wird eine Stecknadel benutzt.