WarenkundeGütekriterien bei Messern: Woran erkennt man Qualität?

Draufsicht_Messer

 

Die Klinge eines guten Messers ist sauber geschliffen und zeigt weder Kratzer noch Verfärbungen. Dabei benennen Hersteller mit Qualitätsanspruch die verwendete Stahlsorte stets genau. Weltweit bekannte und geschätzte Stahlsorten zeichnen sich durch Schneidfestigkeit, Härte, eine hohe Korrosionsfestigkeit und geringen Verschleiß aus. Hierzu gehören beispielsweise die Solinger Klingen, schwedischer Sandvik-Stahl oder moderne Legierungen aus Japan. Eine Auflistung der wichtigsten Stahlsorten, ihrer chemischen Zusammensetzung, dem Härtegrad nach Rockwell und ihrer Herkunft finden Sie in unserem Stahlschlüssel. Zur einfachen Handhabung eines Messers gehört zudem, dass es sich gut abziehen und nachschleifen lässt. Hier gilt die Faustregel: Je härter und schnitthaltiger die Klinge, desto schwieriger ist es, das Messer fachgerecht zu schleifen.

 

Guetekriterien

 

Neben der Klinge selbst liegt das Hauptaugenmerk bei Qualitätsmessern auf einer präzisen Verarbeitung. Wertvolle Varianten entstehen in aufwändiger Handarbeit, bei der oft mehrere hundert Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung nötig sind. Ein sorgfältig gearbeiteter Griff ohne Grate oder scharfe Kanten zeugt vom nötigen Respekt des Herstellers gegenüber seiner Handwerkskunst. Bei Klappmessern schätzen Kenner eine weich laufende Klinge, ein sauberes Arretieren und Lösen derselben sowie keinerlei Spiel im geöffneten Zustand. Gleichzeitig können edle Naturmaterialien für die Griffschalen zum Einsatz kommen. So verleihen beispielsweise Perlmutt, Büffelhorn oder seltene Holzarten jedem Messer eine individuelle Note. Erst durch dieses Verständnis ergibt sich die Wertschätzung vieler Sammler für die kunstvoll gearbeiteten Einzelstücke.

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