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Spielspaß für Zwei: Backgammon - der griechische Klassiker

MAGAZIN

Was in Griechenland längst Alltag ist, wird auch bei uns immer angesagter: Backgammon. Der griechische Klassiker, auch Tavli genannt, wird hierzulande immer beliebter. Das Spiel wird zu zweit gespielt. Besonders praktisch sind die Holzkoffer, so lässt sich das Spiel überall mit hinnehmen. Nicht nur auf Reisen, auch beim Picknick, ins Café oder in den Biergarten. Beim Spielen vergeht die Zeit wie im Fluge. Eine Chance hat nur, wer mit einer ausgeklügelten Strategie seinen Gegner bezwingt.

Geschichte des ältesten Brettspiels der Welt

Backgammon gilt als das älteste Brettspiel der Welt, und es finden sich in alten Hochkulturen verschiedene Varianten. So stammen über 5000 Jahre alte Funde von Brettspielen mit Würfeln aus dem Orient. Im Grab des ägyptischen Pharaos Tutenchamun wurden Spielbretter aus der Zeit um 1300 vor Christus gefunden. Im trojanischen Krieg zwölfhundert vor Christus sollen die Soldaten sich mit einem Brettspiel die Zeit vertrieben haben. Das dabei benutzte Spielbrett ähnelt dem heutigen Backgammonbrett, gespielt wurde allerdings mit drei Würfeln.

In Europa verschwand das Brettspiel mit den Würfeln im Mittelalter und tauchte dann zur Zeit der Kreuzzüge wieder auf. Vor allem in England wurde intensiv Backgammon gespielt. In Deutschland gab es das Spiel unter der Bezeichnung "Wurfzabel". Es ähnelte dem heutigen Backgammon sehr stark.

Die erste Erwähnung des Namens "Backgammon" stammt aus dem Jahr 1650, nachdem das Spiel sich während des 30jährigen Krieges in ganz Europa verbreitet hatte. Der Name ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern "back" (zurück) und "gammon" (Form des Substantivs game, was auf Englisch "Spiel" bedeutet). Die Namensgebung bezieht sich darauf, dass geschlagene Spielsteine wieder in das Spiel zurück gewürfelt werden.

1743 gab der Engländer Edmund Hoyle eine Broschüre heraus, in der die Regeln für Backgammon zum ersten Mal schriftlich festgelegt waren. Im 20. Jahrhundert gab es noch einmal eine deutliche Veränderung dieser festgelegten Regeln, ausgehend von einem Spielclub in New York. Hier wurde das Verdoppeln mit dem Verdoppelungswürfel eingeführt.

Ebenfalls aus New York stammt die Version der modernen Backgammon Regeln aus dem Jahr 1931, festgelegt vom "Card and Backgammon" Komitee des Racquet und Tennis Clubs New York. 1970 kam es dann noch einmal zu einer kleineren Modifizierung der bis heute gültigen modernen Regeln.

Im Anschluss an das erste internationale Backgammon Turnier auf den Bahamas 1964 und die erste Weltmeisterschaft 1967 in Las Vegas kam es international zu einem regelrechten Boom des historischen Brettspiels. Bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft sowie Berichte in den Medien führten diesen Trend in den folgenden Jahrzehnten fort. Die Spieltheorie entwickelte sich weiter, und es erschienen erste analytische Veröffentlichungen zu dem populären Brettspiel mit den Würfeln.

Durch die Möglichkeiten des online Spiels über das Internet hat Backgammon auch in den letzten Jahren noch einmal deutlich an Popularität gewonnen.

Diese Bauformen gibt es

Die Auswahl an Backgammon ist groß – und genau das macht die Entscheidung manchmal nicht ganz einfach. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, geben wir Ihnen einen Überblick über die gängigen Bauformen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Koffern und Kassetten, Roll-Backgammon und Backgammon-Tischen.

Backgammon Koffer & Backgammon Kassette

Koffer und Kassette sind die mit Abstand beliebteste Bauform – und das aus gutem Grund. Das Spielbrett lässt sich in der Mitte zusammenklappen und sicher verschließen, Steine und Würfel sind praktisch im Inneren verstaut. Der Koffer verfügt zusätzlich über einen Tragegriff, was ihn zum idealen Begleiter für unterwegs macht. Die meisten Modelle sind aus Holz gefertigt und überzeugen durch natürliche Maserungen, angenehme Haptik und eine solide Verarbeitung.

Vorteile 

  • Zusammenklappbar und dadurch platzsparend zu verstauen
  • Steine, Würfel und Zubehör sicher im Inneren untergebracht
  • In verschiedenen Größen erhältlich – von der kompakten Reisekassette bis zum großen Turnierkoffer
  • Hochwertige Holzkassetteb sind zugleich dekorative Wohnaccessoire  

Nachteile

  • Große Turnierkoffer sind weniger gut für unterwegs geeignet
  • Hochwertige Holzkoffer können schwerer sein als andere Varianten

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Anekdote über die Entstehung des Backgammon-Koffers

Doch woher stammt der beliebte Backgammon Koffer eigentlich? Die Geschichte des Koffers geht darauf zurück, dass gegen Ende des zwölften Jahrhunderts in Europa ein Verbot von Glücksspiel erlassen wurde. In Folge dessen entstand ein Koffer, den die Spieler als Buch tarnten und so heimlich weiter ihrem Spiel nachgehen konnten.

Klein, handlich und perfekt für Reisen: Backgammon zum Rollen

Backgammon-Sets zum Rollen sind meist aus Leder oder Kunstleder gefertigt und auf das Wesentliche reduziert: Das Spielfeld lässt sich kompakt zusammenrollen, Würfel und Steine werden dabei sicher in einer integrierten Innenrolle verstaut – so gehen keine Teile verloren. Dank ihres geringen Gewichts und ihrer handlichen Form sind sie ideale Reisebegleiter – ob im Rucksack, Koffer oder in der Handtasche.

Der einzige kleine Abstriche ist das Spielfeld selbst: Da es aus flexiblem Material besteht, bietet es weniger Stabilität als ein klassischer Holzkoffer. Für ein entspanntes Spiel zwischendurch sind Roll-Backgammon-Sets dennoch eine charmante und praktische Wahl.

Vorteile

  • Geringe Maße und leichtes Gewicht
  • Ideal zum Reisen

Nachteile

  • Instabil
  • Spielsteine können verloren gehen

Der Spieltisch oder Brett

Ein Backgammon-Spieltisch ist die wohl exklusivste Art, das Spiel zu genießen: In die Tischoberfläche ist ein hochwertiges Spielfeld fest eingelassen, was ein besonders stabiles und komfortables Spielerlebnis ermöglicht. Würfel, Steine und Zubehör lassen sich meist direkt in einer Schublade verstauen – alles hat seinen festen Platz.

Viele Spieltische überzeugen zudem als edles Möbelstück, das sich auch abseits des Spiels im Wohnzimmer sehen lassen kann. Dafür sollte man jedoch zwei Dinge einkalkulieren: den entsprechenden Platzbedarf und ein höheres Budget – denn der Spieltisch ist in der Regel die kostspieligste aller Backgammon-Varianten.

Vorteile

  • Maximaler Spielkomfort durch ein fest eingelassenes, stabiles Spielfeld
  • Vielseitig nutzbar – auch als edles Möbelstück im Wohnzimmer

Nachteile

  • Höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Varianten
  • Benötigt einen festen Platz – nicht für kleine Räume geeignet
  • Ausschließlich für zu Hause – für unterwegs nicht geeignet

Kaufkriterien - Größe und Material

Welche Größe sollte ein Backgammonspiel haben?

Ob gemütlicher Familienabend oder gesellige Runde mit Freunden – Backgammon macht in jedem Rahmen Spaß. Wer sich ein Set kaufen möchte, sollte neben Material und Verarbeitung auch die Größe des Spielfelds im Blick haben, denn sie entscheidet maßgeblich über Spielkomfort und Einsatzbereich.

Kleine Backgammon-Spiele - ideal für unterwegs

Kompakte Backgammon-Kassetten sind handlich, leicht und lassen sich überall verstauen. Ob Picknick am See, lange Zugreise oder Campingurlaub – ein kleines Backgammon-Set passt in jede Reisetasche und sorgt unterwegs für kurzweilige Unterhaltung. Für Jung und Alt gleichermaßen geeignet, sind sie der perfekte Reisebegleiter für spontane Spielrunden.
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Mittelgroße Backgammon-Spiele - vielseitig und flexibel

Ein echter Klassiker sind unsere mittelgroßen Backgammon Spiele. Wer ein Set sucht, das sowohl zu Hause als auch gelegentlich unterwegs zum Einsatz kommt, ist mit einer mittleren Größe bestens beraten. Sie bieten einen angenehmen Spielkomfort und sind dennoch handlich genug, um sie etwa in den Biergarten oder zu Freunden mitzunehmen.
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Große Backgammon - der volle Spielgenuss zu Hause

Freunde des Backgammons werden sich an großen und schönen Backgammon-Sets erfreuen. Für das Spielen zu Hause empfiehlt sich ein großes Backgammon in Turniergröße. Das großzügige Spielfeld macht das Spiel deutlich komfortabler, die Steine liegen besser in der Hand und das gesamte Spielerlebnis gewinnt an Qualität. Die Turniergröße liegt bei 44 × 55 cm. Zudem sind große Holzkoffer oft echte Schmuckstücke, die auch als dekoratives Wohnaccessoire überzeugen.



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Backgammon Olivenholz groß 60 x 47,5 cm

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Aus welchen Materialien sollte ein Backgammon gefertigt sein?

Bei der Materialwahl liegt Holz ganz klar vorne – und das aus gutem Grund: Es überzeugt durch natürliche Schönheit, angenehme Haptik und bemerkenswerte Langlebigkeit.

Holz: Hochwertige Backgammon-Sets zeichnen sich durch kunstvolle Intarsienarbeiten aus edlen Hölzern wie Ebenholz, Wenge oder Mahagoni aus – allesamt in aufwendiger Handarbeit gefertigt. Jedes Brett ist dadurch ein Unikat mit ganz eigenem Charakter.

Leder & Kunstleder: Leder und Kunstleder finden sich vor allem in hochwertigen Backgammon-Koffern und werden – wie die Holzintarsien – plan in die Spielfläche eingelassen, sodass ein gleichmäßiges Niveau entsteht. Ein angenehmer Nebeneffekt: Leder dämpft die Geräusche beim Spielen spürbar – das Spiel wird leiser und ruhiger.

Filz: Auch Filzbespannungen müssen bündig eingelegt und nicht aufgenäht sein, damit die Steine sauber und gleichmäßig über die Fläche gleiten können. Wie Leder überzeugt Filz durch seine angenehme Geräuschdämpfung und sorgt für ein besonders ruhiges Spielgefühl.

Steine & Zubehör Ein vollständiges Set enthält 15 Steine pro Spieler – wahlweise aus Holz oder Acryl. Entscheidend ist, dass die Steine angenehm in der Haptik sind und gut über die Spielfläche gleiten. Hochwertige Acrylsteine sind hierfür besonders geeignet, da sie eine gleichmäßige, glatte Oberfläche bieten. Jeder Spieler erhält zudem zwei eigene Würfel, ein Verdopplungswürfel gehört selbstverständlich ebenfalls zur Grundausstattung. 

Backgammon - schnell gelernt, einfache Regeln

Backgammon wird mit zwei Spielern gespielt, in der Regel mit 15 weißen und 15 schwarzen Steinen. Gewürfelt wird mit zwei sechsseitigen Würfeln. Auf dem Spielbrett befinden sich 24 Dreiecke (Points), ebenfalls entsprechend der Steine meist in schwarz und weiß. Jeweils 12 Points liegen sich auf dem Brett gegenüber, und zwischen dem sechsten und siebten Point befindet sich als Abtrennung die so genannte Bar. Sie teilt das Feld in das Heimfeld (Homeboard) und das Außenfeld (Outer Board) des jeweiligen Spielers ein.

Die Steine werden nach einer festen Aufstellung auf den Points verteilt. Ziel der Spieler ist es, ihre 15 Steine zunächst ins jeweilige Homeboard zu bringen. Ist dies geschehen, dürfen die Steine aus dem Spiel hinausgewürfelt werden. Es gewinnt derjenige, der zuerst seine Steine aus dem Spiel herausgewürfelt hat.

Im Verlauf des Spiels würfeln beide Spieler immer abwechselnd mit den zwei Würfeln. Dabei werden die Augenzahlen der beiden Würfel einzeln gesetzt und nicht zusammengezählt. Die Spielsteine können nur auf offene Points gesetzt werden, auf denen sich kein Stein des Gegners befindet. Ein einzelner gegnerischer Stein auf einem Point kann geschlagen werden. Die geschlagenen Steine werden auf die Bar in der Mitte des Spielbretts gelegt und müssen vor dem nächsten Zug des Gegners erst wieder ins Spiel zurück gewürfelt werden.

Durch seine klaren und simplen Regeln können schon Kinder an das Backgammon herangeführt werden. Generell wird als Einstiegsalter in das Spiel acht Jahre angegeben.

Der Verdopplungswürfel als dritter Backgammon Würfel kommt vor allem in Turnierspielen und bei erfahrenen Spielern zum Einsatz. Er wird genutzt, um Spiele mit einem vorhersehbaren Ausgang schneller zum Ende zu bringen. Der Würfel ist mit den Zahlen 2,4,8,16,32 und 64 bedruckt und der Spieler, der sich als möglicher Gewinner des Spiels sieht, kann dem Gegner den Würfel anbieten. Lehnt dieser ab, gilt das Spiel für ihn als verloren. Nimmt er den Würfel an, wird das Spielergebnis um die jeweils angebotene Zweierpotenz erhöht. Der Spieler, der den Würfel hat, kann jeweils ein weiteres Verdopplungsangebot machen, wenn er sich als potentieller Gewinner des Spiels betrachtet.

Spielvarianten

Neben dem bekannten Standard Backgammon existieren verschiedene Varianten des Spiels, die sich zum Teil auch regional unterscheiden. So können die Startpositionen und die Zahl der Steine variieren, ebenso wie ihre Bewegungsmöglichkeiten auf dem Spielbrett. Bekannte Varianten sind die Spielarten Hypergammon, Nackgammon und Fevga

Beim Hypergammon wird nur mit drei Steinen pro Spieler gespielt anstatt mit 15 Steinen. Die Startpositionen sind dabei die jeweils am weitesten entfernten Felder des einzelnen Spielers.

Bei der Variante des Nackgammon

starten die Spieler auf dem 23. Feld mit nur zwei Steinen, auf den Feldern sechs und 13 befinden sich jeweils vier Steine. Sonst sind die Regel bei dieser Variante mit denen des Standard-Backgammon identisch.

Die Fevga Spielvariante beginnt mit allen 15 Steinen der Spieler auf dem ersten Point. Auf besetzte Felder darf nicht gezogen werden, sodass bei dieser Variante keine Steine geschlagen werden können. Eine weitere Spielart ist auch das so genannte "Rückwärts Schlagen". Hierbei dürfen die Steine auch rückwärtig geschlagen werden. Alle anderen Regeln des Standard-Backgammon bleiben unverändert.

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