Salzmühle - Warum Salz frisch mahlen? | Holz-Leute

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Salzmühle - Warum Salz frisch mahlen?

Was wäre die Suppe ohne Salz? Speisen sind fad, es fehlt ihnen an würzige Tiefe. Ja, selbst Süßspeisen kommen häufig nicht ohne eine Prise Salz aus. Trotz Warnungen vor zu hohem Salzkonsum, ist und bleibt das weiße Gold ein fester Bestandteil in der Küche. Besonders frisch gemahlenes Salz, welches direkt aus der Mühle kommt, gibt den Speisen einen besonderen Pfiff.

„Der beste Geruch ist der vom Brot, der beste Geschmack ist der vom Salz.“
[Graham Greene]

 

Warum Salz mit einer Salzmühle selber mahlen?
Die verschiedenen Salzarten
Welches Salz für die Salzmühle?
Wie sollte eine gute Salzmühle beschaffen sein?
Welches Mahlwerk für eine Salzmühle?
Salzmühle reinigen

Warum Salz frisch aus der Salzmühle mahlen?

Es gibt gute Gründe dafür, Salz selbst zu mahlen. Der größte Vorteil einer Salzmühle besteht darin, dass der Mahlgrad selbst definiert werden kann. Es gibt Gerichte, zu denen passt grob gekörntes Salz einfach besser. Andere Speisen wiederum erfordern einen feineren Mahlgrad. Je nach Größe der Körnigkeit unterscheidet sich auch das Geschmackserlebnis. Bieten die Kristalle eine größere Oberfläche, so wird der Geschmack als salziger empfunden, da er stärker mit den Geschmacksknospen in Kontakt kommt. Kleinere Kristalle hingegen lösen sich besonders in Flüssigkeiten schneller auf.

Drei Gründe für eine Salzmühle

  • Vielfältige Mahlgradeinstellungen sind möglich
  • Verwendung besonderer Salze für noch mehr Würze und Geschmack
  • Eine Salzmühle ist dekorativ auf dem Tisch


Fertig gemahlenes Salz aus dem Supermarkt ist häufig mit Fluor oder Jod versetzt. Auch Antibackmittel können enthalten sein, um das Salz vor dem Verklumpen zu schützen. Wer hingegen grobes, naturbelassenes Salz kauft und anschließend in der Salzmühle selber mahlt, weiß ganz sicher, dass keine weiteren Zusätze enthalten sind.

Kleine Salzkunde – welche Salze gibt es?

Mittlerweile sind sehr viele verschiedene Salzsorten auf dem Markt. Einige Sorten stammen aus dem Meer, andere Varianten werden aus dem Erdreich geborgen. Grob eingeteilt wird Salz in die Kategorien Kochsalz, Steinsalz und Meersalz. Die gängigen, gemahlenen Salzsorten sind unter den Begriffen Kochsalz, Tafelsalz oder Speisesalz im Supermarkt erhältlich. Diese Sorten werden aus dem Wasserdampf der Sole gewonnen und haben einen hohen Reinheitsgrad. Durch die starke Reinigung enthält es jedoch kaum noch Mineralien oder Spurenelemente. Häufig werden Zusätze wie Jod oder Fluorid beigemengt. Der Natriumchloridgehalt liegt bei nahezu 100 %. Diese Salze sind bereits fein gemahlen werden in Salzstreuer verwendet.

Stein- oder Meersalz in unbehandelter Form hat hingegen einen sehr niedrigen Natriumchloridgehalt. Das Steinsalz wird aus der Erde gewonnen. Meersalz hingegen stammt aus dem Meer, wie es der Name schon verrät. Es hat einen besonders hohen Anteil an Kalzium und Magnesium. Es wird dabei aus dem verdunsteten Meerwasser gewonnen.

Fleur de Sel

Fleur de Sel ist eine Salzsorte, die sich wachsender Beliebtheit erfreut. Alternativ wird das Salz auch unter dem Begriff „Salzblume“ geführt. Das Salz hat eine flockenartige Konsistenz. Die Kristalle sind besonders fein und zerschmelzen beim Verzehr. Das Salz gehört zu den exklusivsten Salzsorten und wird in Handarbeit gewonnen. Es bringt dabei eine hohe Restfeuchte mit sich. Es ist daher nicht für die Salzmühle geeignet.

Himalaya-Salz

Ebenfalls weit verbreitet ist das Himalaya-Salz. Es wird in Bergwerken im Gebiet des Himalayas abgebaut. Es wird auch unter dem Namen Ursalz geführt. Das Salz bringt eine rötlich-weiße Färbung mit. Das Himalaya-Salz gilt auch als Heilsalz. Es verfügt über 84 chemische Elemente. Es kann daher beispielsweise gegen eine Mangelernährung helfen.

Inka Salz

Das Inka Salz stammt aus den Hochebenen der Anden. Es wird in reiner Handarbeit gewonnen. Die Salzbecken sind mehrere 1000 Jahre alt. Es handelt sich bei dem Inka Salz um ein sehr hochwertiges Quellsalz. Es bringt einen sehr hohen Reinheitsgrad mit sich und ähnelt optisch dem Fleur de Sel.

Rotes Hawaii-Salz

Das rote Hawaii-Salz enthält rote Tonerde, wodurch es seine typische Farbe erhält. Der Geschmack lässt sich als nussig. Das rote Hawaii-Salz harmoniert besonders gut mit Fleischspeisen. Auch kann es zur Herstellung von Marinaden verwendet werden. Das Aroma ist sehr fein und das Salz bringt einen zarten Schmelz mit sich. Neben dem roten Hawaii Salz gibt es im Übrigen auch noch das schwarze, das weiße und das grüne Hawaii-Salz. Dem schwarzen Salz wird Aktiv-Kohle beigemengt. Grünes Salz enthält hingegen Auszüge des Bambusextraktes.

Bambussalz

Dieses Salz hat seinen Ursprung in Korea. Beim Bambussalz handelt es sich eigentlich auch um Meersalz. Es wird in Bambusrohren gebrannt. Der Mineralstoffgehalt des Salzes ist besonders hoch. Gleichzeitig bringt es eine sehr salzige Note mit sich. Das Bambussalz passt sehr gut zu rohem Gemüse und wird vielfach in der asiatischen Küche verwendet. Das Salz bringt darüber hinaus auch einen positiven Nutzen für die Gesundheit mit sich. So hat es einen pH-Wert zwischen 9 bis 12. Hierdurch kann der Säure-Basen-Haushalt reguliert und einer Übersäuerung entgegen gewirkt werden.

Welches Salz ist für die Salzmühle geeignet?

Am besten geeignet für eine Salzmühle sind Salzkörner mit einem Durchmesser von etwa vier Millimeter. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es sich um trockenes Steinsalz handelt. Dies gibt es in unterschiedlichen Farben von Weiß über Rosa bis hin zu Blau. Feuchtes Meersalz hingegen ist für herkömmliche Salzmühlen mit einem Edelstahl-Mahlwerk nicht geeignet. Hierfür wird ein besonderes Mahlwerk aus Keramik benötigt.

Diese drei Salzarten sind für die Salzmühle geeignet:

  • Steinsalz
  • Meersalz
  • Gewürzsalz

Grobes Steinsalz für ein intensives Geschmackserlebnis

Betrachtet man die Zusammensetzung von Steinsalz und Meersalz, so sind kaum Unterschiede festzustellen. Lediglich die Abbaugebiete unterscheiden sich. Steinsalz wird unter Tage abgebaut, oft verbirgt es sich tief im Inneren der Erde. Dadurch bleibt es nahezu vollkommen von äußeren Einwirkungen verschont. Steinsalz ist zumeist nur grob zerkleinert im Handel erhältlich. Der Vorteil ist, dass so die typisch, grobe Struktur des Salzes erhalten bleibt. Steinsalz ist längst kein Geheimtipp mehr. Es lässt sich wie gewohnt zum Würzen der Speisen verwenden. Da Steinsalz jedoch besonders intensiv ist, sollte mit Bedacht gewürzt werden. Zum Mahlen in der Salzmühle ist Steinsalz ein Allrounder und damit hervorragend im Alltag geeignet.

Eine Prise Urlaub: Meersalz aus der Salzmühle

Was nach Meer klingt, kommt auch von dort: Meerwasser wird in flache Becken (Salzgärten, Salinen) geleitet. Dort verdunstet das Wasser, zurück bleiben kristalline Flocken, die abgeschöpft werden. Ganz einfach erklärt, wird so Meersalz abgebaut. Aufgrund seiner enthaltenen Restfeuchte darf Meersalz nur mit Salzmühle gemahlen werden, die mit einem Keramikmahlwerk ausgestattet sind. Salzmühlen mit Edelstahlmahlwerk sind für grobes Meersalz ungeeignet, da es schnell zu rosten beginnt.

Feurig scharf oder würzig fruchtig? Gewürzsalz für die Salzmühle

Ja, auch Gewürzsalze lassen sich in der Salzmühle perfekt verwenden. Sie runden Speisen raffiniert ab und sorgen so für noch mehr Raffinesse und Gaumenfreuden. Besonders selbstgemachtes Gewürzsalz kommt gut an, bietet es doch schier endlose Varianten an Geschmäckern. Aus der Kräuterküche sind besonders Thymian und Rosmarin beliebt. Wer es fruchtig mag, schwört auf Orangenschalen. Scharfes Salz erhält man durch die Zugabe von Chilischoten. Als Grundlage bieten sich Steinsalz und Meersalz gleichermaßen an.

Wie sollte eine Salzmühle beschaffen sein und was macht eine gute Salzmühle aus?

Die Auswahl an Salzmühlen ist groß, schnell verliert man den Überblick. Jedoch gibt einige wichtige Faktoren, die eine gute Salzmühle ausmachen. An erster Stelle steht das Mahlwerk. Weitere Kaufkriterien sind das Material des Körpers, Handhabung, Größe und Design.

Mahlwerke von Salzmühlen

Der wichtigste Teil einer Salzmühle ist das Mahlwerk. Dieses sollte besonders robust sein, um die festen Salzkörner problemlos zu zerkleinern. Hochwertige Salzmühlen sind mit einem Keramik-Mahlwerk ausgestattet, da dies besonders robust und langlebig ist. Aber auch Mahlwerke aus Edelstahl sind zu finden. Bei diesen besteht jedoch die Gefahr vor Korrosionsschäden. Kommt Salz mit Feuchtigkeit in Verbindung, kann es aufgrund seiner Aggressivität nicht sehr widerstandsfähige Materialien auf lange Sicht zerstören. Keramikmahlwerke sind entsprechend auch für die Verwendung von Meersalz geeignet.

Wer eine noch höherwertigere Variante nutzen möchte, der sollte auf ein Titan-Mahlwerk zurückgreifen. Bei diesem Mahlwerk kommt es gleichzeitig mit dem Mahlvorgang zu einer Schärfung des Mahlwerks.

Unterschied der Mahlwerke

 

Keramikmahlwerk Edelstahlmahlwerk
Äußerst robust Robust
Geruchs- und geschmacksneutral Geruchs- und geschmacksneutral
Kann nicht rosten Kann rosten
Für Meersalz geeignet Nicht für Mehrsalz geeignet

 

Darüber hinaus gilt es zu entscheiden, ob eine manuelle Salzmühle oder ein elektrisches Mahlwerk bevorzugt wird. Die Varianten unterscheiden sich lediglich in der Handhabung. Wichtig ist aber, darauf zu achten, dass die Salzmühle die Einstellung verschiedener Mahlgrade erlaubt. Besonders leicht in der Handhabung sind Salzmühlen, deren Mahlwerke sich stufenlos verstellen lassen.

Material des Körpers

Aus welchem Material der Korpus der Salzmühle gefertigt sein soll, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Besonders beliebt ist Holz, insbesondere Buchenholz und Olivenholz. Während Salzmühlen aus Olivenholz mit einer ausgeprägten Holzmaserung punkten, sind Buchenholz Salzmühlen eher schlicht. Holz ist hervorragend für Salzmühlen geeignet, da das Gewürz im Inneren ausreichend vor Licht geschützt ist. Auch Feuchtigkeit von außen wird gut abgeschirmt.
Im Handel sind auch Salzmühlen aus Edelstahl, Acryl oder Glas zu finden.

Größe und Handhabung bei Salzmühlen

Weitere Kaufkriterien sind Größe und Handhabung einer Salzmühle. Kleine wie große Mühlen haben ihre Berechtigung. So finden kleine Salzmühlen auf jedem Esstisch seinen Platz und lassen sich auch einfach zu einem Picknick mitnehmen. Große Salzmühlen sind besonders dekorativ. Mittelgroße Salzmühlen haben eine durchschnittliche Höhe von etwa 20 Zentimetern. Eine Salzmühle sollte darüber hinaus gut in der Hand liegen und einfach zu bedienen sein. Weit verbreitet ist das Drehen des Kopfes, wodurch das Mahlwerk in Gang gesetzt wird. Auch Kurbel sind anzutreffen. Bei automatischen Mahlwerken haben sich Druckknöpfe durchgesetzt.

Salzmühle reinigen

Von Zeit zu Zeit sollte die Salzmühle gereinigt werden. Insbesondere wenn häufig mit der Salzmühle über dampfenden Kochtöpfen frisch gemahlen wird, ist eine Reinigung unausweichlich. Salz zieht Feuchtigkeit magisch an, die Folge ist ein Verkleben des Salzes und des Mahlwerkes. Dies setzt der Mühle und dem Mahlwerk zu. Eine Salzmühle sollte stets trocken gereinigt werden und gehört auf gar keinen Fall in die Spülmaschine. Auch ein Pinsel erleichtert die Reinigung des Gehäuses und des Mahlwerks. Ein alter Hausfrauentrick ist die Säuberung der Salzmühle mit trockenem Reis. Einfach das Salz in der Mühle entfernen und anschließend mit Reiskörnern befüllen. Diese werden dann einmal Querbeet durch alle Mahlstufen zermahlen. Reis hat eine härtere Konsistenz als Salz, so dass jegliche Rückstände auf diesem Wege entfernt werden. Außerdem zieht Reis Feuchtigkeit an und Gewürzreste bleiben haften.

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